Kategorie: Reisen
27.10. – Von Bangkok nach Krabi
Heute schon wieder letzter Tag Bangkok. Wir stehen recht früh auf, um die Prozession mit der königlichen Urne zu sehen. Mit dem Tuk Tuk geht’s Richtung Krematorium. Zumindest in die Nähe, da alles ringsherum abgesperrt ist. Wir kommen natürlich nicht rein als Touristen mit kurzen Hosen. Wie wir später erfahren, bräuchten wir lange schwarze Hosen und schwarze Schuhe. Schwarze Oberbekleidung reicht noch nicht.
Wir laufen ein bisschen die Absperrung entlang und finden einen großen Public Viewing Screen. Dort gibt es auch wieder allerlei gratis Essen. Sandra aus Montpellier gesellt sich dazu, die neun Monate alleine unterwegs ist und sich über ein bisschen Gesellschaft freut.
Wir entdecken, dass die Prozession ganz in der Nähe von uns vorbei kommt. Durch eine Lücke können wir die Parade sogar live sehen! Immerhin. Gleich um die Ecke werden wir wieder überhäuft von gratis Essen und trinken. Wir gehen weiter auf den Golden Mount, den ich immer wieder sehr schön finde.
Danach geht’s mit dem Tuk Tuk nach Chinatown, über den Markt und ein paar frische Fruchtsäfte trinken.
Dann müssen wir leider auch schon zurück zum Hostel, unsere Rucksäcke schnappen und zum Bahnhof, um den Zug zum Flughafen zu erwischen.
Auf nach Krabi!
26.10. – Bangkok und der Abschied vom König
Heute heißt es sehr früh aufstehen – nach einer langen Nacht und nur zwei Stunden Schlaf. Um 06:00 nehmen wir die Metro Richtung Flughafen.
Für Matthias bedeutet das Abschied nehmen von Singapur und seiner Wohnung.
Auf nach Bangkok mit Scoot Airlines!
In Bangkok finde ich mich wieder schnell zurecht. Alles sehr vertraut.
25.10. – Singapur Tag 2
Heute wollen wir den Tag ausgiebig nutzen und früh los – schaffen es aber erst um halb 12 die Wohnung zu verlassen. Wir gehen in den sehr schönen Botanischen Garten und darin in den faszinierenden Orchideen Garten. Von der schwülen Hitze schnell erschöpft und völlig durchnässt, schleppen wir uns durch den restlichen Park, bis zur Metro. Danach geht’s nach Chinatown, dort etwas bizarres essen, weiter am Hindu-Tempel vorbei, bis zum Tempel des Buddha-Zahns.
Abends gehen wir noch in die höchste Rooftop Bar der Welt, das 1-Altitude, auf 282 Metern. Grandiose 360 Grad Rundumsicht, tolle Musik, verrückte Location.
Da in Singapur schon gegen halb 12 die Bürgersteige hochgeklappt werden und der öffentliche Nahverkehr kaum noch fährt, verpassen wir die letzten Nachtbusse, obwohl wir sicherheitshalber schon um halb eins von der Bar aufbrechen. Mit dem Taxi geht es aber ohnehin viel schneller und überraschend günstig.
24.10. – Singapur Tag 1
Ich komme vormittags in Singapur an und fahre erstmal zur politechnischen Universität, um mich dort mit Matthias zum Mittagessen zu treffen. Es ist sehr bedeckt, aber trotzdem schwül-heiß, woran ich mich erst wieder gewöhnen muss.
Über den Wolken…
Ich kann mal wieder nicht widerstehen und gönne mir den Spaß, im Flieger Internet zu nutzen.
Hiermit also Grüße aus 10900 Metern Höhe bei 960 km/h! 🙂
Irgendwo auf der Höhe von Ankara.
Kurzer Zwischenstop in Abu Dhabi, und schon geht’s weiter nach Singapur. Diesmal in einem Dreamliner. Und wieder bin ich online, über den Wolken 😉
23.10.2017 – Auf dem Weg nach Südostasien
Und schon geht die nächste Reise los…
Ich habe gerade die Triple-7 von Etihad geboardet und nun ist ein wenig Zeit, den Blog zu beginnen.
Nächster Stop ist Singapur, mit Zwischenstop in Abu Dhabi.
05.09. – Adieu Peru!
Nach einer schier endlosen Nacht am Flughafen in Lima heißt es Abschied nehmen von Peru. Um 02:55 geht mein Flug mit Air Canada über Toronto nach München. Glücklicherweise geht der Rückflug nicht über den zerstörten Flughafen Houston.
Keinerlei Vorfreude auf zu Hause.
04.09. – Cajamarca, und zurück nach Lima
Ein verrückter Tag. Ich selbst halte mein Vorhaben für zeitlich völlig unmöglich. Aber es soll letztlich doch alles klappen.
Um 7:25 früh in Cajamarca angekommen heißt es erstmal wieder auf Toilette, umpacken, Gepäck im Bus-Büro verstauen. Und los zum Plaza de Armas. Hier wurde von den Spaniern der letzte Inka-Herrscher Atahualpa hingerichtet.
Auf dem Plaza bin ich recht unentschlossen, was ich an diesem Dreiviertel-Tag in Cajamarca alles schaffen kann. Die organisierten Touren nach Cumbemayo dauern zu lang. Die Touri-Info ist noch zu. Nach einem Batido-Shake gehe ich erstmal rauf zur Kapelle und dem Aussichtspunkt Santa Apolonia, angeblich dem früheren Thron des Inka-Herrschers. Danach zur Tourismus-Info. Die Auskünfte über die Fahrzeiten zu den verschiedenen Sehenswürdigkeiten variieren extrem, zwischen zeitlich machbar und unmöglich. Egal. Ich heuere mir ein Taxi an und fahre für insgesamt 40 Soles nach Cumbemayo. Ich hab ein modernes VW-Taxi gewählt, um auf Nummer sicher zu gehen. Der Hinweg dauert tatsächlich nur gute 30 Minuten anstatt 1,5 Stunden mit dem Colectivo. Ich bin sogar vor den Touren da und kann die Anlage ohne Touristen anschauen. Beim einfahren in den Parkplatz geht der Motor des Taxis aus. Ich denke mir erstmal nichts schlimmes dabei. Für die Besichtigung der Inka-Bewässerungsanlage brauche ich über eine Stunde. Also schnell wieder zum Taxi und zurück. Aber erst muss der Motor warm genug laufen, damit das Steuergerät auf die Autogas-Anlage umschaltet. Denn der Benzintank ist komplett leer und reicht gerade noch so zum Warmlaufen, nicht zum Zurückfahren. Hmpf. Die wertvolle Zeit. Nach ein paar Minuten geht es dann mit Gas zurück. Nach ein paar hundert Metern geht der Motor aus. Ein Blick in den Motorraum offenbart das offensichtliche Übel: das Plus-Kabel hat sich komplett von der Autobatterie gelöst. Die ganze Batterie ist lose und reißt sich natürlich immer wieder von dem Kabel los. Es ist auch kein Werkzeug vorhanden, um das Kabel wenigstens wieder fest an die Batterie zu klemmen. Also händisch rein fummeln und mit einem Holzstück festklemmen. Die Batterie wird mit Steinen fixiert, was natürlich nichts bringt.
Nun wieder Motor aufwärmen und warten auf das Gas. Es dauert. Ein paar Kilometer weiter geht der Motor wieder aus. Der Fahrer lässt das Taxi aber weiter rollen, weil es stetig bergab geht und wir trotz mangelnden Antriebs schnell voran kommen.
Weitere zwei Mal müssen wir noch anhalten und das Stromkabel wieder an die Batterie fummeln.
Nach über 45 Minuten sind wir endlich wieder zurück in der Stadt. Die Zeit wird knapper. Erst will ich mit dem Colectivo zu den Nischen-Gräbern Ventanillas de Otuzco fahren, aber das würde zu lange dauern. Also hüpfe ich wieder zu meinem Taxifahrer mit dem unzuverlässigen Auto rein. Wir diskutieren lange über den Fahrpreis, wobei ich ihm versuche klar zu machen, dass ich nur wegen seiner Schrottkiste etwas in Zeitnot bin. 15 Soles inklusive der Weiterfahrt zu den Baños del Inka. Passt. Die Ventanillas sind in 30 Minuten abgehakt. Weiter zu den Baños. Leider sind die großen Außenbäder gerade im Umbau, deshalb gibt es gerade nur die Privatbäder. Da hat man ein eigenes „Badezimmer“ mit Becken, in das man über eine dicke Zuleitung heißes und kaltes Wasser einfüllen kann. Das ist zwar erst etwas gewöhnungsbedürftig, aber dann doch ganz nett, weil man ganz ungestört plantschen kann. Endlich richtig sauber machen! Nach der langen Nachtbusfahrt ist das wirklich dringend nötig.
Nach 30 Minuten bin ich porentief rein und gut aufgeheizt.
Kurz noch den Rest des Bades anschauen und wieder zurück in die Stadt mit dem Colectivo.
Dort gehe ich noch über einen schönen Markt wieder Richtung Plaza. Da heute Montag ist, sind die Museen und die Kirchen geschlossen. So auch das Cuarto del Rescate, in dem Atahualpa gefangen gehalten wurde und das zum vermeintlichen Freikaufen des Herrschers von den Inkas bis zur Decke mit Gold und Silber gefüllt wurde. Dieser Geschichtsträchtige Raum ist eingeklemmt zwischen Bars, Restaurants und Geschäften.
Ich schlendere noch um den Plaza herum, schaue mir Colonialbauten, Kirchen und Kathedralen an und besuche noch einen kleinen Markt. Zwischendurch hole ich mir noch ein für diese Stadt obligatorisches Milchprodukt, in meinem Fall zwei Trinkjoghurts.
Die Zeit ist weit vorangeschritten und ich suche mir ein Taxi, das mich erst zu meinem Gepäck und dann zum Flughafen fährt.
Das ist der Beginn meiner Heimreise, über Lima und Toronto, nach München.
