05.12.

04.12.

03.12.

02.12. – Vietnam, das Land der bösen Menschen

Um 01:00 nachts lande ich in Saigon. Ich packe erstmal um und passe mich an die tropische Hitze an.

Um 06:00 Uhr fährt mein Zug. Daher verlasse ich das Flughafengebäude gegen 3 Uhr und suche mir ein Taxi. Nach langem verhandeln mit diversen Leuten bekomme ich endlich ein Taxi zu einem akzeptablen Touristenpreis. Ich werde zum Taxi gebracht, steige ein. Ich soll gleich bezahlen. Der Taxifahrer greift blitzschnell in mein Geldbeutel und reißt mir das frisch gezogene Geldbündel heraus. Ich kann es ihm nicht mehr entreißen. Er tut so, als würde er mir zeigen wollen, mit welchem Schein ich zahlen soll. Ich beobachte genau was er macht, sehe aber nicht, wie er mir 1.000.000 Dong (umgerechnet ca. 37€) stiehlt. Als er mir das Geld zurück gibt, kann ich es nicht nachzählen, weil sein Kollege in dem Moment meinen Rucksack schnappt und weg läuft. Er hat es eilig und bringt mich zu einem anderen Taxi, angeblich weil der andere Fahrer den Bahnhof nicht kennt…
Erst später schaffe ich es, mein Geld nachzuzählen und bemerke den Diebstahl. Leider zu spät. Am Bahnhof organisiere ich mir dann einen Rollerfahrer, um nochmal zurück zum Flughafen zu fahren, in der Hoffnung, die Diebe wieder zu finden. Die Fahrt durch das nächtliche Saigon eindrucksvoll und entschädigt ein kleines bisschen für das Ärgernis. Wieder am Flughafen hilft mir dann ein Polizist, der sich redlich bemüht, aber natürlich nichts machen kann, da inzwischen keine Taxifahrer mehr am Flughafen sind. Ich fahre mit ihm auf dem Roller die Parkplätze ab, aber es ist niemand mehr zu sehen. Er gibt mir noch einen Formular, auf dem ich den Tathergang und Details schildern soll, was natürlich völlig zwecklos ist. Aber ich mache ihm die Freude. Unverrichteter Dinge geht es wieder zurück zum Bahnhof.

Der Zug, den ich eigentlich nehmen wollte, ist angeblich ausgebucht. Ich bekomme kein Ticket. Also muss ich einen anderen Zug nehmen, dann ein Taxi und einen Bus, um an mein Ziel zu kommen. Die Dame am Schalter ist äußerst ruppig, aggressiv und das Gegenteil von hilfsbereit.

Im Zug sind Steckdosen und ich kann meine Powerbank aufladen. Yeah! Das erste ‚Highlight‘ an diesem verkorksten Morgen.

01.12. – Peking

In Peking hole ich mir ein kostenloses Transit-Visum und fahre mit dem Airport Express in die Stadt. Schon am Flughafen merkt man schnell, dass man wieder in China ist: überall wird lautstark gerotzt und gespuckt, als ob alle Innereien raus müssten. Es ist bitterkalt, um die 0 bis 4 Grad, aber sehr schön sonnig und klar. Natürlich war ich vollkommen naiv und nicht darauf vorbereitet, deswegen muss ich den ganzen Tag sehr frieren. Immerhin habe ich zwei dünne Pullis übereinander und die Lufthansa Decke dabei. Ich laufe in den Straßen südlich vom Platz des himmlischen Friedens, finde zu meiner Enttäuschung aber nirgendwo Jiautzi oder Bautzi. Das scheint wohl kein Winteressen zu sein…

Ich schlendere durch die Straßen von Dashilan, gehe am Platz des himmlischen Friedens entlang nach Norden, durch die Nanluoguxiang Straße, zum Lama Tempel, und dann wieder zum Flughafen.

Der Flug von Peking nach Saigon mit Air China wirkt anstrengend lang, ist aber vom Niveau her wie ein gewöhnlicher Lufthansa Mittelstreckenflug.

30.11. – Und schon wieder weg…

Nach einem relativ kurzen Zwischenstop daheim geht es heute wieder gen Osten, diesmal nach Vietnam. Endlich mal wieder ein Land, in dem ich noch nicht war. Wie sich später herausstellen soll, hätte dieses Land auch ohne Weiteres ein schwarzer Fleck auf meiner Reisekarte bleiben können.

Zunächst heißt es aber erst mal, rechtzeitig zum Flughafen zu kommen. Dank abendlichem Berufsverkehr und passend einsetzendem Schneefall, sind die Straßen zu. Und so viel Puffer war nicht eingeplant. 10 Minuten vor Schließung des Gepäckabgabeschalters bin ich dann endlich da. Nach eine unüblich lange Schlange am Security Check überwinden, und dann bin ich doch noch rechtzeitig am Gate.

Der Flug nach Peking mit Lufthansa ist grandios! Ein brandneuer A350, das leiseste Flugzeug, das ich je geflogen bin. Große Fenster, topmodernes Entertainment System, Keramikschüsseln und Metallbesteck, das kenne ich nur aus der Business Class. Ich bin begeistert, und der Flug ist sehr kurzweilig.

11.11.

10.11.

09.11.

08.11.