Um 01:00 nachts lande ich in Saigon. Ich packe erstmal um und passe mich an die tropische Hitze an.
Um 06:00 Uhr fährt mein Zug. Daher verlasse ich das Flughafengebäude gegen 3 Uhr und suche mir ein Taxi. Nach langem verhandeln mit diversen Leuten bekomme ich endlich ein Taxi zu einem akzeptablen Touristenpreis. Ich werde zum Taxi gebracht, steige ein. Ich soll gleich bezahlen. Der Taxifahrer greift blitzschnell in mein Geldbeutel und reißt mir das frisch gezogene Geldbündel heraus. Ich kann es ihm nicht mehr entreißen. Er tut so, als würde er mir zeigen wollen, mit welchem Schein ich zahlen soll. Ich beobachte genau was er macht, sehe aber nicht, wie er mir 1.000.000 Dong (umgerechnet ca. 37€) stiehlt. Als er mir das Geld zurück gibt, kann ich es nicht nachzählen, weil sein Kollege in dem Moment meinen Rucksack schnappt und weg läuft. Er hat es eilig und bringt mich zu einem anderen Taxi, angeblich weil der andere Fahrer den Bahnhof nicht kennt…
Erst später schaffe ich es, mein Geld nachzuzählen und bemerke den Diebstahl. Leider zu spät. Am Bahnhof organisiere ich mir dann einen Rollerfahrer, um nochmal zurück zum Flughafen zu fahren, in der Hoffnung, die Diebe wieder zu finden. Die Fahrt durch das nächtliche Saigon eindrucksvoll und entschädigt ein kleines bisschen für das Ärgernis. Wieder am Flughafen hilft mir dann ein Polizist, der sich redlich bemüht, aber natürlich nichts machen kann, da inzwischen keine Taxifahrer mehr am Flughafen sind. Ich fahre mit ihm auf dem Roller die Parkplätze ab, aber es ist niemand mehr zu sehen. Er gibt mir noch einen Formular, auf dem ich den Tathergang und Details schildern soll, was natürlich völlig zwecklos ist. Aber ich mache ihm die Freude. Unverrichteter Dinge geht es wieder zurück zum Bahnhof.
Der Zug, den ich eigentlich nehmen wollte, ist angeblich ausgebucht. Ich bekomme kein Ticket. Also muss ich einen anderen Zug nehmen, dann ein Taxi und einen Bus, um an mein Ziel zu kommen. Die Dame am Schalter ist äußerst ruppig, aggressiv und das Gegenteil von hilfsbereit.
Im Zug sind Steckdosen und ich kann meine Powerbank aufladen. Yeah! Das erste ‚Highlight‘ an diesem verkorksten Morgen.