12.08.

So, bin mit dem Nachtbus angekommen in Chachapoyas. Neblig und trüb präsentiert sich der Ort um 7 Uhr in der Früh. Aber später reißt es auf und wird somit und sogar richtig warm.
Erstmal zum Hostel, mein Gepäck abladen und Infos einholen. Davon gibt es reichlich, weil es hier so viel zu sehen gibt!
Da es bei keinem Anbieter eine Tour zum Pueblo de los Muertos gibt, mache ich es doch wie immer auf eigene Faust. Vom Terminal Terrestre aus geht es bald entlang an einer schmalen Schotterstraße, sich steil den Berg hinauf schlängelnd. Links und rechts geht es fast senkrecht die Schlucht runter, natürlich keine Befestigung am Straßenrand, und unser Minibus überholt fleißig LKWs.
In Lámud muss ich erstmal eine Möglichkeit finden, zum Pueblo de los Muertos zu kommen. Drei Stunden oneway laufen oder einen saftigen Preis für ein Mototaxi zahlen. Ich nehm das Mototaxi und kombiniere die Tour mit der Höhle von Quiocta. 60 Soles für ein Mototaxi! Irre. Dabei habe ich ordentlich runter gehandelt. Leider bin ich der einzige Tourist und kann die Fahrt deshalb nicht teilen. Aber auf der Fahrt merke ich, dass das vielleicht nicht sooo übertrieben viel war. Das arme Moto kämpft sich eine halbe Stunde lang einen steilen groben Schotterweg hinauf. Ich hinten drin werde kräftig durchgerüttelt. Angekommen, düsen mein Fahrer und ich den 2km langen, traumhaft schönen, wilden und steilen Pfad hinunter, mit fantastischem Ausblick auf das Tal und sogar den riesigen Gocta Wasserfall. Das Dorf der Toten ist mitten in eine senkrechte Felswand gebaut. Unfassbar wie der mit Lehmkleber gebaute Vorsprung, auf dem die Häuserreste stehen, da hält. Und das schon über ein halbes Jahrtausend. Ein surrealer Anblick. Und wunderschön. Man muss sich am äußersten Rand des künstlichen Überhangs entlang hangeln, links geht’s hunderte Meter senkrecht runter. Ich hoffe einfach, die alten Steine halten noch ein wenig.
Zurück wieder die 2km rauf kämpfen und mit dem Moto holpernd und polternd zurück ins Dorf. Dort bin ich durch die Schüttelei wie benebelt. Schnell werden mir noch Gummistiefel und ne Lampe für die Höhle angedreht und sofort geht’s weiter zur Höhle. Diesmal holpern wir noch länger und noch steiler den Berg rauf. Uff. Unterwegs überholt uns ein Kleinwagen mit Local Touries, die ich unten beim Gummistiefel ausleihen gesehen hab. Zu spät geschnallt, sonst hätte ich mit denen mitfahren können und mir 25 Soles und 40 Minuten Rüttelei sparen können. Grrr. Naja, mein Fahrer wird sich über den satten Tagesverdienst freuen.
In der Höhle nehme ich mit den drei Local Touris einen obligatorischen Guide. Der erzählt wenig interessantes und auf Spanisch. Die ausgeliehenen Lampen sind Mist. Die Höhle ist groß und soweit OK, aber nichts wirklich außergewöhnliches. Dafür war sie mit Eintritt, Ausrüstung, Guide und Moto-Fahrt ziemlich teuer (46 Soles!).

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